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Im letzten Jahr ihrer schulischen Ausbildung wünschten sich die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik (Wahlbereich Ökologische Bildung) in Anlehnung an die tiergestützte Pädagogik gemeinsam, eine Lama-Wanderung zu erleben und so Eindrücke und Impulse für die eigene pädagogische Arbeit zu gewinnen. Die Lehrerin Tina Heyer setzte hierfür alle in Hebel in Bewegung und ermöglichte so diese besondere Exkursion. So konnte die Studierendengruppe gemeinsam mit Tina Heyer und ihrer Kollegin Ariane Temme am letzten Tag vor den Osterferien die Tiertherapeutin Sabine Höfer in Wegberg-Dalheim besuchen.

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Die Besonderheit der Lamas liegt vor allem darin, dass sie äußerst sensibel auf das Verhalten der Lebewesen ihrer Umgebung reagieren und so gewissermaßen als direkter Spiegel eigener Hemmnisse und Ängste fungieren. Dieser Herausforderung stellten sich auch die Studierenden des Rhein-Maas-Berufskollegs und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen.

„Sind die groß!“ oder „Spucken die wirklich?“ waren die ersten Sätze, die erklangen und Frau Höfer konnte durch ihren selbstverständlichen Umgang mit den Tieren sowie ihrem Fachwissen die ersten Vorbehalte gegenüber den beeindruckenden Neuweltkamelen (Lamini) ausräumen. Sie gab zudem praktische Hinweise zum Umgang mit den Lamas, die zu den Fluchttieren zählen und so unter keinen Umständen erschreckt werden durften.

Die erste Begegnung erfolgte über den Zaun hinweg und die Studierenden hatten Glück: Die Tiere kamen bereits freiwillig bis zum Zaun, was laut Sabine Höfer keineswegs selbstverständlich ist. So war das erste Eis gebrochen und die angehenden Erzieherinnen und Erzieher konnten die Lamas bürsten und für die Wanderung vorbereiten. Jeweils zu zweit wurden die Lamas über Wald und Wiese quer durch den Naturpark Schwalm-Nette geführt. Dabei gab Frau Höfer, die auch Expertin für Waldführungen ist, interessante Einblicke in das Leben und die zu lesenden Spuren im Wald. So stieß die Gruppe auch auf frische Wildschweinspuren, wodurch die Nervosität des besonders sensiblen Lamas Toni zu erklären war.

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Alles in allem war es ein gelungener Abschluss der schulischen Ausbildung der angehenden Erzieherinnen und Erzieher, die kurz vor ihren Abschlussprüfungen stehen und danach ihr Anerkennungsjahr absolvieren. Nach diesen bereichernden Erfahrungen mit den Lamas werden sicherlich einige von ihnen im Laufe ihrer pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf die gewonnenen Kenntnisse und Eindrücke zurückgreifen können und vielleicht sogar nach Wegberg zurückkehren, um eine Wanderung mit ihren Schützlingen durchzuführen.